Wer wir sind und was wir wollen

Wer wir sind

2013 haben wir mit einem offenem Brief an den Rüdersdorfer Bürgermeister, Herrn Schaller angefangen, für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Waldstrasse zu streiten. Wir haben den Kampf gegen uneinsichtige Raser und desinteressierte Behördenmitarbeiter  aufgenommen. Wir, das sind Herr Bernd Emmerlich, Hans-Jürgen Zeitler und Reinhard Weisener. Wir wohnen von 10 bis 57 Jahren in der Waldstrasse und uns eint der Wille, endlich etwas zu ändern, dem Rasen ein Ende zu bereiten und damit dem krankmachenden Lärm.

Wir wissen, dass dies ein langer Kampf werden wird. Aber wir wissen auch, dass wir nicht allein sind. 50 Familien der Waldstrasse unterstützen unser Anliegen und je länger es dauert, umso mehr Waldstrasssenbuerger werden sich uns anschließen. Davon sind wir überzeugt.

Was wir wollen

  • Wir wollen, daß die von der Gemeindeverwaltung begonnene Sanierung der schlimmsten Teilstücke der Waldstrasse fortsetzt wird. Auch wenn die laienhafte Ausführung des ersten Sanierungsversuches durch eine dafür nicht qualifizierte Firma kein guter Beginn war,- im Ergebnis ist die Strasse insbesondere für die Radfahrer sicherer geworden.
  • Wir wollen, dass der nicht vermeidbare Verkehrslärm durch den von beiden Seiten der Häuser einwirkenden Verkehrsstrom von der Autobahn und dem Durchgangsverkehr auf der Waldstraße selbst auf ein Mindestmaß reduziert wird und unterstützen daher die Bürgerinitiative gegen den Autobahnlärm. Die Höchstgeschwindigkeit auf dem Rüdersdorfer Autobahnabschnitt muss endlich auf 80 km/h für PKW und 60 km/h für LKW reduziert werden und zwar rund um die Uhr.
  • Wir wollen, dass die im Dezember 2018 vom Straßenverkehrsamt Strausberg aufgehobene  Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in unserer Waldstraße  wieder in Kraft gesetzt wird, so wie es im Lärmaktionsplan 2013/16 festgeschrieben ist.
  • Wir wollen, dass die Lärmaktionspläne der Gemeinde nicht weiterhin nur teuren Aktionismus darstellen, sondern geltendes Recht, dem auch durch Sanktionen zur Geltung verholfen werden kann. Wenn die Länder Lärmaktionspläne fordern, dann müssen sie auch gezwungen werden können, die nötigen Mittel für die Umsetzung bereit zu stellen.
  • Und letztlich wollen wir, dass ein grundhafter Ausbau der Waldstraße inklusive der maroden Gehwege erfolgt und auch ein Radweg geschaffen wird.

Was spricht dagegen?

Wie immer so sind es auch hier die zu erwartenden Kosten. Von der Gemeinde werden die Kosten für die 3 Kilometer lange Strasse auf ca. 3,5 Mio € geschätzt. Dies ist ein großer Brocken für eine Gemeinde, die zurzeit mit der Sanierung der Kalkgrabenbrücke, dem Neubau der Grundschule und dem Umbau der Kita Rappeligste bereits große Investitionen zu stemmen hat bzw. hatte. Dazu kommt, dass die Strasse aufgrund ihres Status als innerörtliche Durchfahrtsstrasse nicht die höchste Priorität in der Gemeinde geniesst. Diese Umstufung wird der Bedeutung dieser Strasse nicht gerecht. Sie ist schließlich als Versorgungsader für die Poliklinik und die beiden Kliniken sowie Zufahrtsstrasse in das Touristengebiet um Woltersdorf und als Transitstrasse nach Erkner wichtig. Mit der bereits in Realisierung befindlichen Erweiterung der psychiatrischen Klinik wird Ihre Bedeutung weiter steigen. Doch nicht nur die Waldstrasse ist sanierungsbedürftig. Auch die Seestrasse als Zufahrtsstrasse zum Seniorenheim und die Strasse am Stolp schreien nach Erneuerung.

Doch inzwischen gibt es Einsicht in der Rüdersdorfer Verwaltung und damit Hoffnung auf  eine neue Politik in Fragen des kommunalen Strassenbaus. So hat die Gemeinde am 28.06.2018 die Erarbeitung einer Strassenausbaukonzeption beschlossen.

Leider haben der Bürgermeister und die Gemeindevertretung mit ihren Investitionen in teure Prestigeobjekte für Sport und Feuerwehr die Finanzen der Gemeinde zerrüttet. Während der Sitzung des Finanzausschusses am  11.12.2018 wurde der Doppelhaushalt 2019/20 wegen einer Unterdeckung in Höhe von 1 Mio € abgelehnt. Neben den bereits in Realisierung befindlichen  Großprojekten belastet auch die Kostensteigerung bei der Sanierung der Kalkgrabenbrücke den Haushalt zusätzlich. Daher braucht es große Anstrengungen, um durchzusetzen, dass die verbleibenden Mittel endlich für die Sanierung der desolaten Strassen unserer Gemeinde eingesetzt werden und nicht den Interessen verschiedener Klientelgruppen gehuldigt wird.

Wir zählen auf jeden Waldstrassenbuerger – jede Stimme wird gebraucht und jede Idee angehört !

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