Wer wir sind und was wir wollen

Wer wir sind

2013 haben wir mit einem offenem Brief an den Rüdersdorfer Bürgermeister, Herrn Schaller angefangen, für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse in der Waldstrasse zu streiten. Wir haben den Kampf gegen uneinsichtige Raser und desinteressierte Behördenmitarbeiter  aufgenommen. Wir, das sind Herr Bernd Emmerlich, Hans-Jürgen Zeitler und Reinhard Weisener. Wir wohnen von 10 bis 57 Jahren in der Waldstrasse und uns eint der Wille, endlich etwas zu ändern, dem Rasen ein Ende zu bereiten und damit dem krankmachenden Lärm.

Wir wussten, dass dies ein langer Kampf werden würde. Aber wir waren nicht allein. 50 Familien der Waldstrasse unterstützten. Doch es fanden sich sich einige Anwohner, denen der Strassenlärm völlig egal war und die mit Hilfe eines Gemeindemitarbeiters für die Aufhebung der ruhestiftenden Geschwindigkeitsbegrenzung sorgten. Dennoch werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass die Waldstrasse ein lebenswerter Ort auch für alte und ruhebedürftige Rüdersdorfer wird und das hier Kinder sorglos aufwachsen können ohne eine Staublunge zu bekommen oder auf der Strasse überfahren zu werden.

Was wir wollen

  • Wir wollen, daß die von der Gemeinde mehrmals verschobene Grundinstandsetzung der Waldstrasse trotz Corona im Januar 2021 endlich begonnen und möglichst vor Ablauf von vier Jahren fertig gestellt wird. Wir wollen, dass Radfahrer und Fußgänger ohne Gefahr für Leib und Leben die Strasse passieren können.
  • Wir wollen, dass der nicht vermeidbare Verkehrslärm durch den von beiden Seiten der Häuser einwirkenden Verkehrsstrom von der Autobahn und dem Durchgangsverkehr auf der Waldstraße selbst auf ein Mindestmaß reduziert wird und unterstützen daher die Bürgerinitiative gegen den Autobahnlärm. Wir wollen, dass die Gemeinde nach Fertigstellung der Waldstrasse die Verkehrsdichte und den Lärm erfasst und das Strassenverkehrsamt die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h neu bewertet.Dabei müssen natürlich die Festlegungen des Lärmaktionsplanes Berücksichtigung finden. Die Höchstgeschwindigkeit auf dem Rüdersdorfer Autobahnabschnitt muss endlich auf 80 km/h für PKW und 60 km/h für LKW reduziert werden und zwar rund um die Uhr.
  • Wir wollen, dass die Lärmaktionspläne der Gemeinde nicht weiterhin nur teuren Aktionismus darstellen, sondern geltendes Recht, dem auch durch Sanktionen zur Geltung verholfen werden kann. Wenn die Länder Lärmaktionspläne fordern, dann müssen sie auch gezwungen werden können, die nötigen Mittel für die Umsetzung bereit zu stellen.

Was spricht dagegen?

Die zu überwindenden Hürden sind niedriger geworden. Der Bürgermeister ist jetzt eine Bürgermeisterin. Der Neubau der Waldstrasse wird Realität werden. Die Mittel sind eingeplant, die Fördermittel sind eingetroffen. Doch ob wir nach der Realisierung in Ruhe, ohne übermäßigen Lärm und giftige Abgase in unserer Waldstrasse leben können ist nicht sicher.

Die Menge der Fahrzeuge wird nicht abnehmen. Durch den geplanten Neubau der Poliklinik wird zeitweise so gar noch Baustellenverkehr hinzu kommen. Ob sich alle Verkehrsteilnehmer an die gültigen Verkehrsregeln halten werden ist eher unwahrscheinlich. Das Ordnungsamt der Gemeinde plant die Einrichtung einer Bußgeldstelle. Damit wäre endlich eine regelmäßige Überwachung des Verkehrs gewährleistet. Doch auch das ist noch nicht beschlossen und schon gar nicht umgesetzt. Auch die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der neuen Waldstrasse bei entsprechender Notwendigkeit durch das Strassenverkehrsamt, also Herrn Wähner, ist durchaus nicht sicher. In Sachen Bürgerengagement gibt es in Rüdersdorf viel Nachholbedarf. Es gibt noch viel zu tun und wer gute Ideen hat und Lust sich zu engagieren, ist herzlich willkommen.

Wir zählen auf jeden Waldstrassenbuerger – jede Stimme wird gebraucht und jede Idee angehört !